anstoßen


anstoßen

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an|sto|ßen ['anʃto:sn̩], stößt an, stieß an, angestoßen:
1.
a) <tr.; hat einen kleinen Stoß geben:
er hat mich beim Schreiben versehentlich angestoßen; jmdn. freundschaftlich anstoßen.
Syn.: anrempeln (ugs.), rempeln (ugs.).
b) <itr.; ist in der Bewegung gegen, an etwas stoßen:
das Kind ist mit dem Kopf an den Tisch angestoßen.
Syn.: anschlagen, bumsen (ugs.), krachen (ugs.), prallen, schlagen.
c) <itr.; hat (bei einem Fußballspiel) den Anstoß ausführen:
welche Mannschaft stößt an?
2. <itr.; hat lispeln:
er stößt etwas [mit der Zunge] an.
3. <itr.; hat die Gläser aneinanderstoßen, um auf etwas zu trinken:
sie stießen auf ihre Gesundheit, auf den Erfolg des Buches an.
4. <itr.; ist (jmds.) Unwillen hervorrufen; Anstoß erregen:
er ist bei seinem Chef angestoßen.
Syn.: anecken (ugs.), beleidigen, brüskieren, ins Fettnäpfchen treten (ugs.), kränken.

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ạn||sto|ßen 〈V. 257
I 〈V. intr.; ist/hat〉
1. anprallen, anschlagen
2. zur Bekräftigung eines Wunsches die Gläser aneinanderklingen lassen u. einander zutrinken
4. an etwas \anstoßen unmittelbar neben etwas liegen, an etwas angrenzen, benachbart sein
● auf gutes Gelingen, auf jmds. Wohl \anstoßen; darauf wollen wir \anstoßen! ● sein Grundstück stößt an unseren Garten an; ich bin mit dem Kopf angestoßen; der Teppich stößt genau an die Wand an; mit der Zunge \anstoßen beim Sprechen der Zischlaute mit der Zunge zwischen die Zähne geraten, lispeln ● das \anstoßende Zimmer
II 〈V. tr.; hat
1. einen Stoß geben
2. durch Stoß in Bewegung setzen, ins Rollen bringen (Wagen, Ball)
3. durch Stöße, Druck beschädigen (Obst)
● jmdn. mit dem Ellbogen od. Fuß \anstoßen mit dem Ellbogen od. Fuß ein (heiml.) Zeichen geben; angestoßenes Obst beim Transport gedrücktes, beschädigtes Obst

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ạn|sto|ßen <st. V.>:
1. <hat>
a) einen kleinen Stoß geben:
das Pendel einer Uhr a.;
jmdn. [aus Versehen] a.;
jmdn. mit dem Fuß [unter dem Tisch] a.;
Ü ein innovatives Projekt, neue Investitionen a.;
b) (Fußball) den Anstoß (2) ausführen.
2. <ist> an etw. stoßen, prallen:
mit dem Kopf [an, gegen eine scharfe Ecke] a.;
sie ist mit dem Tablett angestoßen.
3. <hat> lispeln:
sie stößt beim Sprechen [mit der Zunge] an.
4. <hat> die gefüllten Gläser leicht gegeneinanderstoßen (um auf etw. zu trinken):
auf jmds. Wohl, auf die Zukunft a.;
mit Sekt a.
5. <ist> jmds. Unwillen hervorrufen, Anstoß (4) erregen:
mit dieser Bemerkung ist sie beim Chef angestoßen;
jmd. stößt überall an.
6. <hat> (selten) angrenzen:
das Grundstück stößt an den Wald an.

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ạn|sto|ßen <st. V.>: 1. <hat> a) einen kleinen Stoß geben: das Pendel einer Uhr a.; jmdn. [aus Versehen] a.; jmdn. mit dem Fuß [unter dem Tisch] a. (heimlich auf etw. aufmerksam machen); Hier, du, sagte er zu Abel und stieß ihn freundschaftlich mit der Schulter an (Hausmann, Abel 59); Ü Wenn man als junger dynamischer Unternehmer ein innovatives Projekt anstößt (in die Wege leitet; Woche, 28. 3. 97, 46); vielleicht wird ja die eine oder andere Investition im Baugewerbe angestoßen (angeregt; Woche, 21. 3. 97, 6); b) (Fußball) den ↑Anstoß (2) ausführen. 2. an etw. stoßen, prallen <ist>: mit dem Kopf [an eine scharfe Ecke] a.; ... hastete er durch die Finsternis ... und streckte zuweilen die Hände vor, um nicht anzustoßen (Gaiser, Jagd 117); sie ist mit dem Tablett angestoßen; Beim Rückwärtsstoßen stieß das Fahrzeug ... gegen einen weiteren Personenwagen an (Saarbr. Zeitung 10. 7. 80, 21). 3. lispeln <hat>: sie stößt beim Sprechen an; ... stieß er ein wenig mit der Zunge an (K. Mann, Wendepunkt 152). 4. die gefüllten Gläser leicht gegeneinander stoßen (um auf etw. zu trinken) <hat>: auf jmds. Wohl, auf die Zukunft a.; Es hatte Feste gegeben, als das Auto gekauft wurde, ja, man hatte sogar auf den neuen Fernseher angestoßen (H. Weber, Einzug 401); am besten wäre es sicherlich gewesen, ich wäre mit Sodtbaum gleich in die Mitropa gegangen, wir hätten zur Begrüßung mit Korn angestoßen, und ich hätte gesagt ... (Loest, Pistole 245). 5. a) jmds. Unwillen hervorrufen, ↑Anstoß (4) erregen <ist>: mit dieser Bemerkung ist sie beim Chef angestoßen; jmd. stößt überall an; Wahrscheinlich ist es ihrem Taktgefühl und besonders ihrer Grundeinstellung, sich nie als etwas Besonderes zu fühlen, zu verdanken, dass sie trotzdem nirgends anstieß (Bund 9.8.80, 13); ∙ b) reizen (1): wenn er mich aber anstieße, so wollte ich ihm Tritte geben ärger als ein Esel (Goethe, Benvenuto Cellini, I, 2, 12). 6. (selten) angrenzen <hat>: das Grundstück stößt an den Wald an; die Besitzer der an den Bach anstoßenden Parzellen (NZZ 30. 8. 83, 19).

Universal-Lexikon. 2012.